Zum Inhalt
Fakultät Kulturwissenschaften

Veröffentlichung zu sprachlichem Bewusstsein bei mehrsprachigen Vorschulkindern

Studienvisualisierung © Team Mertins​/​ OpenAI
Ein aktueller Fachartikel von Katrin Odermann und Barbara Mertins untersucht, wie sich bilingualer Spracherwerb auf metalinguistisches Bewusstsein im Vorschulalter auswirkt.

Am 9. Februar 2026 erschien in der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft der neue Fachartikel von Katrin Odermann und Barbara Mertins: „Semantisches Bewusstsein bei Vorschulkindern: Wie Bilingualismus das metalinguistische Wissen stärkt“.

Die Studie widmet sich einem zentralen Baustein der Sprachentwicklung. Metalinguistisches Bewusstsein, also die Fähigkeit, über Sprache nachzudenken, bildet eine wichtige Grundlage für den späteren Schriftspracherwerb. Die Autorinnen untersuchten, ob sich Bilingualismus positiv auf diese Fähigkeit auswirkt.

Verglichen wurden 4- bis 6-jährige Vorschulkinder mit ein- und mehrsprachigem Hintergrund. Dabei zeigte sich: Bilinguale Kinder erkannten sprachliche Mehrdeutigkeiten früher als monolinguale Kinder. Dieser Unterschied ließ sich nicht durch Wortschatz, sozioökonomischen Status oder sprachlichen Input erklären, sondern geht direkt auf die bilingualen Erfahrungen der Kinder zurück.

Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, Mehrsprachigkeit im Bildungskontext als Ressource zu verstehen. Sie unterstreichen den Mehrwert bilingualer Erfahrung für die sprachlich-kognitive Entwicklung in der frühen Kindheit.

Der vollständige Artikel ist hier abrufbar:
Semantisches Bewusstsein bei Vorschulkindern: Wie Bilingualismus das metalinguistische Wissen stärkt.